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Aktuelle Nachrichten

  • 22.07.2016: Wissenschaftstag in Bayreuth: Metropolregion stellt Forschung zur "Energie der Zukunft" vor

    Der mittlerweile 10. Wissenschaftstag in der Metropolregion Nürnberg am 22. Juli in... Mehr

  • 28.06.2016: Wärmepumpe & Speicher - 19. Kulmbacher Energiegespräche bei Glen Dimplex

    Der Landkreis Kulmbach lädt am 28. Juni in Kooperation mit der SHK-Innung Kulmbach und... Mehr

  • 17.06.2016: Zukunftsforum eMobility Oberfranken: Zweite Auflage mit Teilnehmerrekord

    Fast 100 Gäste kamen zum Zweiten Zukunftsforum eMobility in den Energiepark nach... Mehr

  • 17.06.2016: Energiefrühstück bei der Regierung von Mittelfranken

    Mehr als 30 Vertreter von Kommunen informierten sich im Rahmen eines Energiefrühstücks... Mehr

  • 18.04.2016: EEG 2016 - EUROSOLAR warnt vor drohendem Kahlschlag beim Ausbau der Erneuerbaren

    In einer durch Spenden finanzierten großformatigen Anzeige warnt EUROSOLAR vor einem... Mehr

  • 14.03.2016: Kommunalforum der Energieagentur Nordbayern: Fränkische Bürgermeister und Gemeinderäte informieren sich in Hirschaid

    Bürgermeister und Gemeinderäte aus Ober-, Mittel- und Unterfranken informierten sich am... Mehr

  • 16.10.2015: Geothermischer Energienutzungsplan: Kulmbacher Landrat stellt Modellprojekt vor

    Erdwärme würde für rund die Hälfte aller Wohngebäude im Landkreis Kulmbach in Frage... Mehr

  • 16.10.2015: Kommunale 2015: Bayerns Städte und Gemeinden brauchen neutrale Partner für die Energiewende vor Ort

    Eine Online-Umfrage anlässlich der Kommunale 2015 zeigt: Bayerns Kommunen sehen... Mehr

21.09.2015

Gemeinsames Forschungsprojekt "TriMa": EANB und TH Nürnberg untersuchen Chancen der KWKK

Die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und die Energieagentur Nordbayern untersuchen in einem gemeinsamen Forschungsprojekt die Chancen der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung in Deutschland. Mit dem Projekt soll durch eine verbesserte Marktdurchdringung der energieffizienten und umweltfreundlichen KWKK-Technologie die nationale Energiewende unterstützt werden.

 

Titel des Forschungsprojekts:
"Die Förderung der Marktdurchdringung der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung in urbanen Gebieten als Beitrag zur Energiewende (TriMa)"

gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin,
Laufzeit 01/2015 - 12/2017, Förderkennzeichen: 03KF0013B

Beteiligte Projektpartner sind neben der TH Nürnberg und der Energieagentur Nordbayern GmbH die Unternehmen AGO AG Energie + Anlagen, Bosch KWK Systeme GmbH und Carrier GmbH & Co. KG. Aus der Energieversorgung sind die infra fürth gmbh und die N-ERGIE Aktiengesellschaft beteiligt. Als agierende Fachverbände konnten der "Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK)" und "Greenchiller - Der Verband für Sorptionskälte e.V." gewonnen werden. Für die Einbindung der Kommunen sind folgende Städte sind beteiligt: Stadt Nürnberg, Stadt Potsdam, Stadt Fürth, Stadt Jena, Stadt Iserlohn, Stadt Flensburg, Stadt Neumarkt und die Stadt Meiningen.

Ziel und Inhalt des Forschungsvorhabens TriMa:
Das Vorhaben dient der Förderung von Klimaschutzprojekten in Kommunen und besitzt ein beträchtliches Potenzial, eine Emissionsminderung kosteneffizient und breitenwirksam zu erreichen. Das Ziel des Vorhabens besteht in einem verstärkten Einsatz der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung-Technologie (KWKK) durch Überwindung bestehender Hemmnisse. Die KWKK soll damit zur Reduzierung des aktuell hohen Stromverbrauchs in der Kältebereitstellung beitragen. Der Kältebedarf in Deutschland wird derzeit überwiegend durch elektrisch betriebene Kompressionskälteanlagen gedeckt. Während bei den elektrischen Kompressionskälteanlagen Kälte durch den Einsatz von elektrischem Strom erzeugt wird, kann in der KWKK-Technologie mittels Sorptionstechniken die benötigte Kälte aus verfügbarer Wärme erzeugt werden. Bei der KWKK mit ihrer Kälteerzeugung aus Wärme oder Abwärme über Sorptionstechniken handelt es sich somit um eine effiziente und umweltfreundliche Technologie. Mit dem Forschungsprojekt soll eine bessere Marktdurchdringung der KWKK durch die Herausstellung ihrer Vorteile erreicht werden:

  • Saisonal gleichmäßiger und wirtschaftlicher Betrieb von bestehenden Fernwärmeerzeugungsanlagen und dezentralen BHKW-Anlagen durch die Einbindung in eine KWKK-Kälteerzeugung
  • Substitution des Strombedarfs der elektrischen Kompressionskälteanlagen durch die KWKK-Technologie (v.a. durch Absorptions- oder Adsorptionskälteanlagen)
  • Verfügbarkeit von Stromerzeugungskapazitäten an planbarer und flexibel einsetzbarer elektrischer Energie zur Deckung der Residuallast: "Stabilisierung" der Stromnetze durch Nutzung der KWKK-Stromerzeugung für die Regelung und den Ausgleich fluktuierender Leistungen aus Windkraft und Photovoltaik im Rahmen der Energiewende
  • Sozial- und umweltpoltische Aspekte von KWK bzw. KWKK: Effizientere Energieversorgung des Gebäudebestandes von kommunalen und privaten Wohnungseigentümern mit Strom, Wärme und Kälte. Aktivierung der Effizienzpotenziale mit geringeren Investitionen als bei einer umfassenden energetischen Sanierung. Kostensicherheit bei Mietern für Miete und Energiebezug

Eine KWKK-Kälteerzeugung aus Absorptions- oder Adsorptionskältemaschinen kann damit in der Gesamtbetrachtung in bestimmten Anwendungsbereichen wirtschaftlicher als elektrisch erzeugte Kompressionskälte sein. In der Praxis wurden beispielsweise bereits zahlreiche KWKK-Anlagen in Kliniken, Geschäftsbebäuden oder Verwaltungsbauten erfolgreich realisiert. Die relevanten Akteure der "KWKK" aus Kommunen, Forschung und Wirtschaft sollen bei der Marktdurchdringung dieser effizienten und umweltfreundlichen Technologie unterstützt werden. Die Breitenwirksamkeit ist durch die Vielzahl an potentiellen Kommunen in Deutschland gegeben. Sie sind oft über die Beteiligung an kommunalen Energieversorgern in der Energieerzeugung aktiv. Daneben sind die Kommunen als Eigentümer von kommunalen Liegenschaften bedeutende Energieverbraucher. Durch diese Doppelfunktion in den Bereichen Energieerzeugung und Energienachfrage können KWKK-Projekte auf der kommunalen Entscheidungsebene leichter zum Erfolg gebracht werden.

 

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