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16.10.2015

Geothermischer Energienutzungsplan: Kulmbacher Landrat stellt Modellprojekt vor

Mit einer bayernweit einzigartigen Untersuchung zum Thema Erdwärme hat der Landkreis Kulmbach für Aufsehen gesorgt. Unser Bild zeigt bei der Präsentation der Ergebnisse (von links) Dr. Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Gemeindetags, Landrat Klaus Peter Söllner, Professor Thomas Hamacher von der Technischen Universität München, Projektkoordinator Michael Beck vom Landratsamt Kulmbach, Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Florian Schneider von der Firma ASK Geotherm aus Kulmbach und Werner Müller von der Firma RIWA, Memmingen.

Erdwärme würde für rund die Hälfte aller Wohngebäude im Landkreis Kulmbach in Frage kommen. Das ist das Ergebnis einer bisher landesweit einzigartigen Untersuchung in 3D.

Die Ergebnisse eines bayernweit einzigartigen Kulmbacher Pilotprojekts hat Landrat Klaus Peter Söllner jetzt in Nürnberg der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner vorgestellt. In Zusammenarbeit mit mehreren Kooperationspartnern hat der Landkreis nahezu alle Wohngebäude daraufhin untersuchen lassen, ob für sie eine Versorgung mit regenerativer Erdwärme infrage kommt. Rund zwei Jahre hat die Erfassung im Rahmen des Pilotprojekts "Wärmekataster 3D und Oberflächennahe Geothermie" gedauert. Jetzt zeigt es, welch großes Potenzial die Erdwärme hat.

Von den Ergebnissen können nicht nur alle 22 Kommunen des Landkreises Kulmbach bei der Erstellung von Bebauungs-, Flächennutzungs- und Energienutzungsplänen profitieren, sondern in der Folge auch Bauherren und die Wirtschaft. Dies betrifft Energieberater, Planer, Heizungsbauer, Wärmepumpenhersteller und Energieversorger ebenso wie Bohrunternehmer oder Sachverständige.

Nicht nur lokalen Wärmepumpenherstellern - jede vierte Wärmepumpe in Deutschlandkommt aus Kulmbach - kommt das Ergebnis der Studie zugute, sondern der gesamten Klima- und Kältetechnik-Branche im Landkreis. Letztere bildet ebenfalls bereits seit vielen Jahren einen wirtschaftlichen Schwerpunkt in der Region. Auf der Kommunalmesse in Nürnberg warb Landrat Klaus Peter Söllner bei Ministerin Aigner darum, die Ergebnisse des Projekts landesweit zu nutzen.

Aigner sprach auf der Kommunale in Nürnberg, der Fachmesse für den Kommunalbedarf, über den aktuellen Stand der Energiewende. Die Gelegenheit nutzte Landrat Söllner und versammelte am Stand desLandkreis-Dienstleisters für Geoinformation, der Firma RIWA, alle Kooperationspartner des Projekts. Dies sind Professor Thomas Hamacher und Diplom-Ingenieur Tobias Eder von der Technischen Universität München, Dr. Marcellus Schulze vom Landesamt für Umwelt in Hof, Ulrich Hach vom bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Werner Müller von der Firma RIWA, Michael Beck vom Landratsamt Kulmbach, Florian Schneider von der Firma ASK Geotherm aus Kulmbach und Erich Maurer von der Energieagentur Nordbayern.

 

QUELLE: FRANKENPOST vom 15.10.2015, ausführlicher Artikel im Original unter:
http://www.frankenpost.de/lokal/kulmbach/kl/Kulmbacher-Modell-Vorbild-fuer-Bayern