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13.03.2015

Mehr Geld für die Wärmewende: Bund hebt Zuschüsse für die Heizungserneuerung kräftig an

Gute Nachrichten für alle, die ihre Heizung erneuern und mit Erneuerbaren Energien Heizen möchten:

Der Bund hebt die Förderung im sogenannten "Marktanreizprogramm" (MAP) deutlich an. Die neuen Zuschüsse können ab April 2015 über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Erstmals kommen auch Unternehmen in den Genuss der Förderung.

Private und gewerbliche Hausbesitzer, die auf moderne Heizungen mit erneuerbaren Energien umstellen wollen, können sich nun auf deutlich höhere Investitionszuschüsse für Solar-, Biomasse- und Wärmepumpenanlagen freuen. Zudem werden auch begleitende Investitionen in das Heizungssystem gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt des neuen MAP ist die Öffnung des Programms für den gewerblichen Bereich: Mit Investitionszuschüssen von bis zu 50 Prozent sollen Unternehmen für die Wärmewende begeistert werden - und zwar nicht nur bei Sanierungsmaßnahmen, sondern auch bei Neubauprojekten. Zm ersten Mal gewährt der Bund auch Zuschüsse für die nachträgliche Optimierung bereits geförderter Öko-Heizungen.

Beim BAFA richtet man sich deshalb auf ein deutlich höheres Antragsvolumen ein. Allerdings sind die Maßnahmen der Bundesregierung auch dringend nötig. Nach Angaben des Bundesverbands der Heizungsindustrie BDH waren die Zahlen bei der Heizungssanierung zuletzt rückläufig. Besonders drastisch machte sich der Rückgang ausgerechnet bei Biomassekesseln bemerkbar (-25 Prozent). Auch bei Wärmepumpen war der Trend negativ (-3 Prozent), bei thermischen Solarkollektoren ging der Ausbau sogar um 13 Prozent in die Knie. Da auch die seit langem angekündigten Steuererleichterungen für energetische Sanierungsmaßnahmen vorerst ausbleiben, sollen nun die Impulse über das MAP die Wärmewende wieder in Schwung bringen.

Noch immer wird die Diskussion um die Energiewende vom Strom dominiert. Dabei machen Heizung und Warmwasser rund 40 Prozent des gesamten bundesdeutschen Energieverbrauchs aus und sind für ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich.

Details zu der neuen Richtlinie werden auf der Internetseite des ​BAFA unter www.bafa.de veröffentlicht. Ab dem 1. April werden dort auch die neuen Antragsformulare verfügbar sein.

 

Für Privathaushalte sei an dieser Stelle auf unsere zum Teil kostenlosen Beratungsangebote verwiesen, die auch in Sachen MAP weiterhelfen können:

Klimaschutzberatung der Energieagentur Oberfranken e.V.: www.energieagentur-oberfranken.de

Bürgerberatungsnetzwerk der ENERGIEregion Nürnberg e.V.: www.energieregion.de