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Aktuelle Nachrichten

  • 19.01.2017: Kosten senken durch Solarstrom: Neues Beratungsangebot für Nürnberger Unternehmen

    Über die Solarinitiative Nürnberg bietet die Energieagentur Nordbayern künftig Beratung... Mehr

  • 17.01.2017: TH Nürnberg und Energieagentur Nordbayern arbeiten an energetischen Quartierskonzepten für die Stadt Nürnberg

    TH Nürnberg und Energiagentur Nordbayern entwickeln im Auftrag der Stadt Nürnberg... Mehr

  • 17.06.2016: Zukunftsforum eMobility Oberfranken: Zweite Auflage mit Teilnehmerrekord

    Fast 100 Gäste kamen zum Zweiten Zukunftsforum eMobility in den Energiepark nach... Mehr

  • 17.06.2016: Energiefrühstück bei der Regierung von Mittelfranken

    Mehr als 30 Vertreter von Kommunen informierten sich im Rahmen eines Energiefrühstücks... Mehr

  • 18.04.2016: EEG 2016 - EUROSOLAR warnt vor drohendem Kahlschlag beim Ausbau der Erneuerbaren

    In einer durch Spenden finanzierten großformatigen Anzeige warnt EUROSOLAR vor einem... Mehr

  • 14.03.2016: Kommunalforum der Energieagentur Nordbayern: Fränkische Bürgermeister und Gemeinderäte informieren sich in Hirschaid

    Bürgermeister und Gemeinderäte aus Ober-, Mittel- und Unterfranken informierten sich am... Mehr

  • 16.10.2015: Geothermischer Energienutzungsplan: Kulmbacher Landrat stellt Modellprojekt vor

    Erdwärme würde für rund die Hälfte aller Wohngebäude im Landkreis Kulmbach in Frage... Mehr

  • 16.10.2015: Kommunale 2015: Bayerns Städte und Gemeinden brauchen neutrale Partner für die Energiewende vor Ort

    Eine Online-Umfrage anlässlich der Kommunale 2015 zeigt: Bayerns Kommunen sehen... Mehr

Energienutzungspläne

Energiewende als Chance für Kommunen

Die Energieversorgung ist ein klassischer Bestandteil der Daseinsvorsorge. Durch eigene energiepolitische Zielsetzungen kann eine Gemeinde eine nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung für ihre Bürger sicherstellen - zum Beispiel auf der Basis erneuerbarer Energieträger. Die Handlungsmöglichkeiten sind jedoch vielfältig, und gerade für kleinere Kommunen oft auch verwirrend. Ein Energienutzungsplan kann helfen, einen strukturierten Einstieg in die Energiewende zu finden.

Was ist ein Energienutzungsplan?

Kommunen erhalten ein Planungsinstrument, das als Grundlage für künftige energiepolitische Entscheidungen dient. In einer Bestands- und Potenzialanalyse werden die Strukturen der Energieversorgung, der aktuelle Verbrauch und die Einspar- und Erzeugungsmöglichkeiten untersucht. In einem Maßnahmenkatalog werden - gemeinsam mit der Kommune, ihren Bürgern und Unternehmern - konkrete Projektvorschläge für eine zukunftsfähige Energieversorgung unter Berücksichtigung der Erneuerbaren Energien dargestellt. Der Energienutzungsplan ist daher ausgesprochen praxisorientiert und mündet idealerweise direkt in die Umsetzung erster Projekte.

Wie profitiert die Kommune?

Ein Energienutzungsplan zeigt der Kommune, wie weit sie bei der Energiewende aus eigener Kraft kommen kann, definiert realistische Ziele und beschreibt den Weg dorthin. Durch die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen kann die Kommune eine  nachhaltige, ökonomischen und ökologische Energieversorgung sicherstellen, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern, ihre Energiekosten dauerhaft senken und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung erhöhen. Am Ende steht die Versorgung der eigenen Bürger und Unternehmen mit bezahlbarer Energie aus überwiegend heimischen, erneuerbaren Quellen. Gleichzeitig bringt der Umstieg auf Erneuerbare Energieträger einen entscheidenden Impuls für den Klimaschutz vor Ort. Eine Dezentralisierung der Energieerzeugung verbessert zudem die Versorgungssicherheit und kann den Bedarf für neue Übertragungsleitungen verringern.

Für die Verwaltung ist der Energienutzungsplan ein flexibles Planungsinstrument, das die energetischen Zielsetzungen der Kommune abbildet und eine fundierte nachhaltige Energiepolitik auf kommunaler Ebene überhaupt erst ermöglicht.

Laden Sie hier unsere Broschüre zum Energienutzungsplan herunter

Erstellung eines Energienutzungsplans:

  • Phase 1:  Bestandsaufnahme
    Zunächst werden Energienutzung und Energieverbrauch ermittelt sowie die Energieversorgung und -infrastruktur analysiert.
  • Phase 2: Potenzialanalyse
    Anschließend werden Einsparpotenziale für Strom und Wärme sowie Erzeugungspotenziale im Gemeindebereich  für die Nutzung regenerativer Energien ermittelt.
  • Phase 3: Konzeptentwicklung und Maßnahmenkatalog
    Über einen Maßnahmenkatalog werden konkrete Schritte vorgeschlagen, die zudem unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten gewichtet werden. Ziel ist die Entwicklung einer zukunftsfähigen Energiestrategie - unter Einbeziehung der maßgeblichen Akteure vor Ort.
  • Anschließend: Beschluss im Gemeinderat und Umsetzung...

 

Mögliche Maßnahmen:

  • Aufbau von Nahwärmenetzen
  • Nutzung von Abwärme, z.B aus Biogasanlagen oder Unternehmen
  • Ausbau erneuerbarer Energien
  • Bürgerbeteiligung, z.B. bei Windparks oder Solaranlagen
  • Definition fester Standards für Neubauten
  • Verstärkung der Sanierungsquote
  • Verbesserung der Bürgerberatung
  • Einführung eines Kommunalen Energiemanagements
  • Vorangehen der Kommune im Bereich Gebäudedämmung
  • usw...

Empfohlen vom Bayerischen Gemeindetag

Der Bayerische Gemeindetag empfiehlt seinen Mitgliedskommunen die Erstellung eines Energienutzungsplanes nachdrücklich. Er betont die Bedeutung des ENP vor allem für die Umsetzung einer lokalen "Wärmewende", also einer effiziente Wärmeversorgung möglichst auf der Basis Erneuerbarer Energie. Daher ist ein Wärmekataster, also die kartografische Darstellung von Wärmebedarfsschwerpunkten im Gemeindegebiet ein wesentlicher Bestandteil eines Energienutzungsplanes. Auch die Untersuchung geeigneter Gebiete für Wärmenetzen - nicht nur für kommunale Liegenschaften - ist ein wesentlicher Bestandteil des Plans.

Die Arbeitsgemeinschaft "Energienutzungspläne" des Bayerischen Gemeindetags, in der die Energieagentur Nordbayern derzeit einziger Vertreter aus Franken ist, trägt mit einer Festlegung auf geeignete Qualitätsstandards dazu bei, dass ENPs in puncto Verständlichkeit, Aussagekraft und Nutzwert einheitlichen Kriterien folgen - zusätzlich zu den Anforderungen, die die Bayerische Staatsregierung in ihrem Leitfaden definiert hat.

Förderung: Bis zu 70 Prozent übernimmt der Freistaat

Auch die Bayerische Staatsregierung legt den Kommunen im Freistaat die Erstellung eines Energienutzungsplans nahe, dies zeigt sich auch an der Höhe der Förderung: Im Programm "Energiekonzepte und Energienutzungspläne" fördert das Bayerische Wirtschaftsministerium  Energienutzungspläne für Kommunen mit bis zu 70 Prozent. Kommunen soll damit der Einstieg in die Umsetzung der Energiewende vor Ort erleichtert werden.

Auch Umsetzungsbegleitung ist förderfähig

Seit Ende 2015 ist in diesem Rahmen auch die Umsetzungsbegleitung durch externe Fachleute förderfähig, wenn in der Kommuen dafür keine Experten vorhanden sind. Auch hier gilt ein Fördersatz von 70 Prozent. Gerade kleinere Kommunen kommen so bei der Umsetzung konkreter Klimaschutzmaßnahmen einfacher voran.

Informationen zum Förderprogramm gibt es auf den Seiten des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, wo sie auch die aktuelle Version des Merkblatts mit Detailinformationen zum Förderprogramm herunterladen können.

Als Projektträger zuständig für die Förderung eines Energienutzungsplans ist das Innovations- und Technologiezentrum Bayern (ITZB) in Nürnberg.

Ansprechpartner:

Erich Maurer

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Geschäftsführer

Geschäftsstelle Nürnberg

Email. maurer@ea-nb.de
Fon. +49 911 / 99 43 96 - 1
Fax. +49 911 / 99 43 96 - 6

Wolfgang Böhm

VCard     QR-Code

Geschäftsführer

Geschäftsstelle Kulmbach

Email. boehm@ea-nb.de
Fon. +49 92 21 / 82 39 - 0
Fax. +49 92 21 / 82 39 - 29

Markus Ruckdeschel

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Journalist

 

Geschäftsstelle Kulmbach

Email. presse@ea-nb.de
Fon. +49 92 21 / 82 39 - 26
Fax. +49 92 21 / 82 39 - 29

Aufgabengebiete:

  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Energiecoaching für Kommunen
  • Energienutzungspläne

Wolfgang Seitz

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Dipl.-Ing. (FH)  Architekt

Geschäftsstelle Nürnberg

Email. seitz@ea-nb.de
Fon. +49 911 / 99 43 96 - 5
Fax. +49 911 / 99 43 96 - 6

Aufgabengebiete:

  • Planung und Baubegleitung energieeffiziente Gebäudesanierung
  • Energetische Gebäudesimulation nach DIN V 18599
  • Energetische Bauleitplanung
  • Beratungsleistungen zur Bauphysik
  • Energieausweise Wohn- und Nichtwohngebäude
  • CO2-Bilanzen
  • Energienutzungspläne
  • Umsetzungsbegleitung kommunaler Energieeffizienzmaßnahmen