Kommunales Energiemanagement (KEM)

So bekommen Kommunen die Energiekosten in öffentlichen Gebäuden in den Griff

Der Einstieg in jede Effizienzmaßnahme ist die sorgfältige Ermittlung der Grundlagen. Ohne ein regelmäßiges Monitoring der Gebäude- und Verbrauchsdaten bleibt jede Einsparung im Ungefähren. Nur mit belastbaren Daten lassen sich Effizienzmaßnahmen zielsicher planen und nach der Umsetzung zuverlässig bewerten.

Wie, noch kein KEM?
Dann haben Sie in ihren Gebäuden vielleicht schon
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verschenkt seit dem Aufruf dieser Seite. Oder doppelt so viel?
Das Problem ist:
Sie wissen es nicht...
Wir unterstützen Sie durch:
  • detailliertes Monitoring der Verbrauchsdaten
  • Optimierung der vorhandenen Technik
  • Schulung von Hausmeistern und Nutzern
  • intensive fachliche Zuarbeit bei anstehenden Investitionsentscheidungen.
Gemeinsam erreichen wir dadurch:
  • Kostensenkung bei Wärme, Strom und Wasser
  • direkte und dauerhafte Entlastung des kommunalen Haushalts
  • Vorbildfunktion der Kommune bei der CO2-Einsparung

In nordbayerischen Kommunen fallen Jahr für Jahr schätzungsweise mehr als 100 Millionen Euro an Energiekosten an - allein für öffentliche Gebäude. Nahezu alle diese Liegenschaften werden in kommunaler Eigenregie bewirtschaftet. Diese Energiekosten könnten nach unserer Erfahrung bereits durch ein verbessertes Nutzer- und Bedienerverhalten und eine Optimierung der vorhandenen Anlagentechnik um 10 bis 20 % gesenkt werden - also ohne größere Investitionen tätigen zu müssen.

In vielen Kreisen, Städten und Gemeinden können die vorhandenen Einsparpotenziale jedoch nicht ausgeschöpft werden, weil kaum Personal dafür vorhanden ist, Zuständigkeiten fehlen und meist auch keine aussagekräftigen Daten zum energetischen Zustand der Gebäude und zum Energieverbrauch vorliegen. Diese Daten wären allerdings die wichtigste Grundlage für ein erfolgreiches Gegensteuern.

Die Energieagentur Nordbayern hat in den vergangenen Jahren in mehr als 1.000 Gebäuden Erfahrungen sammeln können. Das von uns entwickelte Kommunale EnergieManagement versetzt die Kommune in die Lage, ihre Energiekosten korrekt zu erfassen, sie richtig einzuschätzen und geeignete Effizienzmaßnahmen umzusetzen.

Dies geschieht nicht nur durch ein detailliertes Monitoring der Verbrauchsdaten, sondern auch durch Optimierung der Technik, durch eine Schulung von Hausmeistern und Nutzern sowie durch intensive fachliche Zuarbeit bei anstehenden Investitionsentscheidungen - bis hin zum Sanierungsfahrplan für die wichtigsten kommunalen Liegenschaften.

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Damit wird auch ein Teufelskreis durchbrochen, der in vielen Kommunen die Energiekosten zusätzlich in die Höhe treibt: Mit Investitionen im Heizungskeller wird oft zu lange gewartet.

Bei einem unerwartet auftretenden Defekt wird dann oft der einfachste Weg gewählt: Der alte Kessel wird einfach wieder durch einen neuen ersetzt, und klimaschonendere Alternativen bleiben auf der Strecke. Mit einer cleveren Vorplanung durch das Kommunale Energiemanagement können solche teuren Schnellschüsse vermieden werden.

Die Betreuung im Rahmen des KEM umfasst in der Regel einen Zeitraum von drei Jahren und kann durch ein darauf aufbauendes Controlling beliebig lange fortgesetzt werden. Innerhalb des Projektes werden die monatlichen Energie- und Wasserverbräuche in den einzelnen Liegenschaften in einer web-basierten Spezialsoftware erfasst und eine regelmäßige Energieberichterstattung eingerichtet. Hierbei werden u.a. die Verbräuche witterungsbereinigt, um spätere Einsparungen korrekt ermitteln zu können. In einer ersten Grobanalyse werden besonders auffällige Gebäude anhand bestimmter Kennwertbildungen ermittelt und Vorschläge zur Senkung des Energieverbrauchs gemacht.

Regelmäßige Begehungen vor Ort durch Heizungs- und Gebäudespezialisten der Energieagentur Nordbayern in Zusammenarbeit mit den zuständigen Hausmeistern decken Schwachstellen auf und tragen dazu bei, dass die vorhandene Regel- und Steuerungstechnik optimal genutzt wird.

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Kom.EMS classic

Alle bayerischen Kommunen können für die Einrichtung ihres kommunalen Energiemanagements kostenlos das Prozesswerkzeug Kom.EMS Classic nutzen. Das onlinebasierte Tool unterstützt die Verwaltung bei der Einführung, Bewertung, Optimierung oder Verstetigung eines KEM mithilfe einer detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitung und zahlreichen Arbeitshilfen. Wir helfen Ihnen beim Einstieg!

Die Web-Plattform ermöglicht eine reibungslose Kommunikation des Energieteams und dient als zentraler Ablage- und Speicherort für alle wichtigen Arbeitsschritte und Dokumente – insbesondere im Falle eines Personalwechsels oder der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Verwaltungseinheiten. Auch Kom.EMS Classic setzt zunächst auf gering- und nichtinvestive Maßnahmen wie Nutzersensibilisierung oder Anlagenoptimierung, damit auch ohne großen finanziellen Aufwand erste Erfolge sichtbar werden.

Die folgenden vier Instrumente helfen von der Startphase bis hin zu einer möglichen Zertifizierung als „Kommune mit ausgezeichnetem Energiemanagement“:

Mit dem Kom.EMS Check kann eine Prüfung der Qualität des bestehenden Energiemanagements anhand von 33 Fragen durchgeführt werden. Die Arbeitshilfe zeigt Stärken und Schwächen in den einzelnen Handlungsfeldern auf und hilft, konkreten Handlungsbedarf zu identifizieren.

Der Kom.EMS Leitfaden gibt einen Überblick über alle Handlungsfelder im Kommunalen Energiemanagement und leitet durch die einzelnen Prozessphasen des Management-Aufbaus.

Das Kom.EMS Wissensportal stellt einen Fundus an Arbeitshilfen zur Verfügung, um den Aufbau des Energiemanagements zu beschleunigen. Unter anderem finden Sie hier Muster-Beschlussvorlagen, Checklisten, Beschreibung der Anforderungen an den Energiebericht, Rechentool, Energiesparmaßnahmen und vieles mehr.

Die Kom.EMS Qualitätssicherung garantiert einheitliche Vorgaben beim Energiemanagement. Das ermöglicht auch eine Bewertung anhand nachprüfbarer Kriterien.
Um der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit der Kommunen Rechnung zu tragen, werden drei Qualitätsstufen unterschieden (Basis, Standard, Premium).
Fördermöglichkeiten

Bund und Freistaat unterstützen die Einführung eines Kommunalen Energiemanagements.

  • Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz förderte das klassische "KEM" bislang im Rahmen des Schwerpunkts "Klimaschutz in Kommunen" (KommKlimaFöR). Auch die Begleitung durch einen Coach im System Kom.EMS ist prinzipiell förderfähig.
    Das Programm wird derzeit allerdings überarbeitet. Nähere Informationen hierzu werden voraussichtlich im Sommer 2026 vorliegen.


  • Die Bundesregierung fördert die Unterstützung beim Energiemanagement in eigenen Liegenschaften zum Beispiel im Rahmen der Fokusberatung Klimaschutz (Förderschwerpunkt 4.1.1 b) der Kommunalrichtlinie)
    Link: Fokusberatung Klimaschutz
Ansprechpartner

Energieagentur Nordbayern GmbH

Kulmbach

Kressenstein 19
D-95326 Kulmbach
Tel: 09221 / 8239 - 0
Fax: 09221 / 8239 - 29
Mail: kulmbach@ea-nb.de

Nürnberg

Fürther Straße 244a
D-90429 Nürnberg
Tel: 0911 / 994396 - 0
Fax: 0911 / 994396 - 6
Mail: nuernberg@ea-nb.de
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